Industrieproduktion entwickelt weiter schwach
Im Februar 2026 verzeichnete das Produzierende Gewerbe - basierend auf den Angaben des Statistischen Bundesamtes - einen Rückgang der Produktion um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem diese noch im Januar stagnierte. Geprägt wurde dies insbesondere durch die negative Entwicklung im Baugewerbe, in dem die Produktion mit -1,2 Prozent stärker fiel als die Industrieproduktion mit -0,1 Prozent. Die Auftragseingänge haben im Verarbeitenden Gewerbe im Februar um 0,9 Prozent dagegen leicht gegenüber dem Vormonat zugenommen, nachdem sie noch im Januar um -11,1 Prozent eingebrochen waren. Im Inland war ein Minus in Höhe von 4,4 Prozent zu verzeichnen, die Bestellungen aus dem Ausland hingegen stiegen um 4,7 Prozent.
Innerhalb der einzelnen Industriezweige waren unterschiedliche Entwicklungen in Produktion und Auftragsentwicklung zu beobachten. Bei der Produktion wurde die Produktion von elektrischen Ausrüstungen um 2,6 Prozent ausgeweitet, von Kfz- und Kfz-Teilen um 1,7 Prozent und von Metallerzeugnissen um 1,6 Prozent. Auch die chemischen Erzeugnisse verzeichnen mit 0,9 Prozent ein leichtes Plus. Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen hingegen erfuhren mit -4,4 Prozent eine starke Eintrübung. Ebenso die Produktion von Geräten zur Datenverarbeitung sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen (-3,9 Prozent) und der gewichtige Maschinenbau (-0,3 Prozent).
Bei den Auftragseingängen war in den Bereichen Kfz und Kfz-Teile (+3,8 Prozent), Metallerzeugung (+3,7 Prozent) und Metallerzeugnisse (+2,0 Prozent) jeweils ein Orderplus zu verzeichnen. Rückläufige Auftragseingänge mussten dagegen vor allem die Hersteller sonstiger Fahrzeuge verbuchen (-25,9 Prozent). Negativ fiel die Entwicklung auch für den Maschinenbau (-0,3 Prozent), für elektrische Ausrüstungen (-0,4 Prozent) und pharmazeutische Erzeugnisse (-2,4 Prozent) aus.
Die schwache Entwicklung der Industrieproduktion zu Jahresbeginn 2026 ist ernüchternd. Hinzu kommt, dass in diesen Entwicklungen die Effekte durch den Irankrieg, insbesondere wieder steigende Energiepreise und erneute Lieferengpässen noch nicht berücksichtigt sind. Die aber bereits erkennbaren Folgen aus dem Konflikt im Nahen Osten lassen nach Ansicht des BGA nur den Handlungsbedarf zur Verbesserung der Angebotsbedingungen noch dringlicher werden. Anstelle von Preisregulierungen, deren Erfolg fragwürdig ist, müssen Bürokratie, Regelungen und Auflagen entschlossen und spürbaren abgebaut werden.


Michael Alber
Geschäftsführer
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 571
michael.alber@bga.de

BGA zur China-Reise von Ministerin Reiche:
Starkes und notwendiges Signal
mehr
Angebot der Arbeitgeber in der Großhandels-Tarifrunde
Die Arbeitgeber sind einen deutlichen Schritt auf Gewerkschaft und Beschäftigte zugegangen
mehr
Engpässe im zweiten Halbjahr möglich
Umfrage des BGA zu den Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus
mehr
Mehr Elan bei Reformen!
BGA-Steuerausschuss tagte am 11. Mai
mehr
Entlastungsprämie gestoppt
Nicht nur Unternehmen, sondern auch die Länder wollen sie nicht.
mehr
Strategische Verzahnung von Außenwirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit
BGA und IPD beim Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Bundestag
mehr
BGA-Umfrage: Hormus-Krise lässt Preise steigen
Liquidität der Unternehmen sinkt, Engpässe möglich
mehr
EU-Mercosur-Abkommen: Vorläufige Anwendung ab 1. Mai 2026
Jetzt zählt die Umsetzung!
mehrBundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Das Bundeskabinett hat am 29. April 2026 den Entwurf eines Gesetzes zur GKV-Beitragssatzstabilisierung beschlossen.
mehr
Vom Marathon der Holzwürmer
BGA-Agrarausschuss tagt in Berlin
mehr
Aktuelle Herausforderungen in der Logistik
BGA-Verkehrsausschuss am 16. April 2026
mehr
CBAM-Ausweitung:
BGA fordert Verschiebung
mehr
Einladung zur diesjährigen Asien-Pazifik-Konferenz (APK) der Deutschen Wirtschaft
Seoul, Südkorea, 29. - 31.10.2026
mehr
DAHD-Seminar Kartellrechtliche Compliance
In Kooperation mit DAHD
mehr
Kleinster gemeinsamer Nenner ist zu wenig
Ergebnisse des Koalitionsausschusses sind enttäuschend
mehr
Tarifrunde im Groß- und Außenhandel startet
Verhandlungsauftakt im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld
mehr
BGA in Brüssel:
Großhandel zwischen Regulierung und Realität
mehr
Humanitäre Krise im Sudan
Verantwortung übernehmen – jetzt handeln
mehr
Forschungspreis der ForveG geht in die zweite Runde
Öffentliche Verleihung in Stuttgart
mehr
Drastische Abkühlung der Konjunktur in Deutschland
BMWK korrigiert positive Tendenzen vom Janhresanfang
mehr