Kennzeichnungspflichten für KI-generierten Content
Der AI Act tritt in Europa schrittweise in Kraft. Das weltweit einzigartige Regelwerk legt fest, was künstliche Intelligenz ist und wie sie im EU-Raum genutzt werden darf. Es unterscheidet nach Risikostufen – von Systemen mit „geringem Risiko“ bis zu verbotenen Anwendungen wie Social Scoring oder Emotionserkennung.
KI kann, richtig eingesetzt, die Produktivität erheblich steigern. Sie entlastet Unternehmen, gleicht fehlende Fachkräfte aus und eröffnet neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig wächst mit der breiten, kostengünstigen Verfügbarkeit die Gefahr des Missbrauchs. Inhalte lassen sich heute in Sekundenschnelle erzeugen und verfälschen.
Deshalb sieht der AI Act Kennzeichnungspflichten vor. Sie gelten für Bilder, Tonaufnahmen, Texte und Videos, die überwiegend oder ausschließlich mit KI erstellt werden. Auch interaktive Software – etwa Chatbots oder digitale Assistenten – fällt darunter. Die Regeln unterscheiden sich nach Medium und Grad menschlicher Bearbeitung. Je stärker ein Text redaktionell gestaltet ist, desto weniger streng greifen die Pflichten.
Der Gesetzgeber will Transparenz schaffen, ohne Innovation zu ersticken. Zugleich lässt das Regelwerk Spielräume zu: Künstlerische oder private Verwendungen sowie wissenschaftliche Arbeiten können von den Pflichten ausgenommen sein. Auch hier entstehen unklare Räume, auch im B2B Marketing.
Am 15. Oktober veranstaltete der BGA dazu einen digitalen Lunch Talk. Gastreferent Felix Meurer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT- und Datenrecht, erläuterte die rechtlichen Grundlagen und ihre praktische Bedeutung für Unternehmen. Er zeigte auf, wo noch Unklarheiten insbesondere in der unternehmerischen Praxis bestehen; wo Kennzeichnungen sogar entfallen und wie Unternehmen Kennzeichnung rechtsicher gestalten können.


Michael Nitsche
Abteilungsleiter Digitalpolitik
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 582
michael.nitsche@bga.de

CO₂-Zertifikatehandel betrifft zunehmend den Außenhandel
Vom Industrie- zum Handelsthema
mehr
Zugang zum Fahrer-Beruf wird erleichtert
Wichtiger Schritt gegen den Fahrermangel
mehr
BGA-Konjunkturumfrage zur Jahresmitte 2026 startet in Kürze
Sie geht vom 3. – 24. August 2026
mehr
CBAM: BGA fordert praxistaugliche Regeln für den Kauf und Rückkauf von Zertifikaten
Lediglich einen Rückkaufsantrag pro Jahr stellen können ist zu wenig.
mehr
Weniger Bürokratie, mehr Tempo für (Groß) Handel und Logistik
Verkehrsreformen beschlossen
mehr
EU-Bauproduktenverordnung: BGA sieht Nachbesserungsbedarf
Deutliche Belastungen für kleine und mittlere Unternehmen
mehr
Aktuelle Entwicklungen zum Vereinfachungspaket
BGA-Webinar zum EUDR-Vereinfachungspaket
mehr
Was ab Freitag gelten könnte
US-Zölle vor dem nächsten Umbau
mehr
EU und Mexiko modernisieren ihre Handelsbeziehungen
EU-Rat hat dem Interims-Handelsabkommen zugestimmt
mehr
Erster wegweisender Tarifabschluss im Groß- und Außenhandel in Bayern
Es ist davon auszugehen, dass dieses Ergebnis Grundlage für weitere Abschlüsse in den anderen Tarifgebieten sein wird.
mehr
Entlastungspaket: Der große Hebel fehlt
Für den Groß- und Außenhandel bleibt das Paket deutlich hinter den Erwartungen zurück.
mehr
Europa braucht offene Märkte
Handelspolitische Schutzinstrumente sind nicht die Lösung.
mehr
Digitaler Handel braucht Verlässlichkeit
Transatlantischer Datenschutzrahmen gerät erneut unter Druck.
mehr
Marktüberwachung effizienter gestalten
Staatsmodernisierung konkret.
mehr
Grünes Licht für Neue Genomische Techniken
Europäisches Parlament ebnet den Weg für die Verordnung.
mehr
Reformpaket bringt erste Fortschritte
Zentrale Entlastungen für den Mittelstand fehlen.
mehr
Schiedsgerichtsbarkeit und bevorstehende Insolvenzrechtsnovelle
BGA-Rechtsausschuss tagt in Berlin.
mehr
KI und Cyber Security
Neue Herausforderungen für Unternehmen.
mehr
Endlich Fortschritt, Entlastungen fehlen
Der Mittelstand braucht umgehend Reformen
mehr
Sommerfest des Handels
Die Bilder sind da
mehr